Fastenbrief

Mampf, unser Präses, hat uns einen weiteren offenen Brief geschrieben, welcher uns Kraft schenkt.

Liebe Eltern

Liebe Leiter*innen

Liebe Pfadis und Wölfe

Liebe Bieber

Das ist nun bereits der 2. offene Brief, den die an Euch schreibe.Bereits ein ganzes Jahr prägt die Corona-Pandemie unser Leben.
Vieles findet in der Pfadi Morea nicht mehr im gewohnten Rahmen statt. Dennochlebt die Pfadi Morea: kreativ und trotzdem gut organisiert, werden Höck undAktionen durchgeführt.

In der christlichen Tradition hat mit dem Aschermittwoch die Fastenzeitals Vorbereitung auf das Osterfest begonnen. Traditionell denken die Menschen,während der Fastenzeit nach, was in ihrem Leben „schief“ läuft und wo sie ihrVerhalten ändern möchten.

Ein Gesichtspunkt der Fastenzeit ist der Verzicht. Vielleicht könntet ihrals Gruppe darüber nachdenken, wo ihr auf etwas verzichten könntet und mit demgesparten Geld anderen Menschen helfen könntet.

Ich wünsche Euch viele Ideen, damit das Pfadi-Leben immer wieder spannendund interessiert wahrgenommen werden kann.
Abschliessen möchte ich meinen Brief mit einem Text des SchweizerSchriftstellers Max Feigenwinter, den er speziell für die Corona-Zeit geschriebenhat:

Jetzt

Jetzt,
da viele Veranstaltungen abgesagt werden,
Zusammenkünfte unmöglich
und manche Reisen verboten sind;

jetzt,
da wir Masken tragen,
auf Distanz bleiben müssen
und einander die Hand nicht mehr geben;

jetzt,
da uns vieles verunsichert,
Vertrautes fehlt
und jede Planung fragwürdig ist,

glauben,
dass ein Lächeln ermutigt,
Anteilnahme stärkt,
Unterstützung Wunder wirkt.

Jetzt
Die Hoffnung nicht verlieren,
die Möglichkeiten nutzen,
tun, was wir lange nicht mehr getan haben:
einem alten Bekannten anrufen,
in Ruhe einen Brief schreiben,
mit dem Nachbarn mehr als zwei Worte reden;

vielleicht auch eine Kerze anzünden,
sich fragen, was letztlich wichtig ist
und trotz allem dankbar sein.
Max Feigenwinter (November 2020)

Manfred Kulla (Mampf), Präses undDiakon der Pfarrei Herz Jesu Oerlikon